Was ist ein Dokumenten­management­system (DMS)?

Organisationen arbeiten täglich mit großen Mengen an Dokumenten. Dazu gehören Rechnungen, Verträge, Angebote, E-Mails und Berichte. Je mehr eine Organisation wächst, desto schwieriger wird es, all diese Dokumente übersichtlich, aktuell und auffindbar zu halten.

Ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) hilft Organisationen dabei, den Überblick über ihre Dokumente und die damit verbundenen Prozesse zu behalten. DMS-Software bündelt alle Dokumente Ihrer Organisation in einer zentralen Umgebung, sodass Mitarbeiter stets Zugriff auf dieselben aktuellen Dateien haben.

Auf dieser Seite erfahren Sie, was ein DMS genau ist, welche Vorteile und zu beachtenden Punkte DMS-Software mit sich bringt, welche Möglichkeiten es gibt und worauf Sie beim Vergleich von DMS-Systemen achten sollten.

Warum sich Unternehmen für ein DMS entscheiden

In der Praxis sichern Unternehmen ihre Dokumente auf Netzlaufwerken, in E-Mail-Postfächern und in einzelnen Ordnern. Solange ein Unternehmen klein ist, bereitet dies kaum Probleme. Mit zunehmender Anzahl von Dokumenten, Mitarbeitern und Prozessen wird es jedoch immer schwieriger, den Überblick zu behalten.

Dokumente verteilen sich auf verschiedene Standorte und nicht jeder hat Zugriff auf die aktuellste Version. Dadurch dauert es länger, die richtige Datei zu finden und es besteht das Risiko, dass Mitarbeiter mit einer veralteten Version arbeiten oder das Dokument sogar verlieren.

Ein DMS bündelt diese Dokumente in einer zentralen Umgebung. Dadurch verfügen die Mitarbeiter stets über dieselben Dokumente, was die Zusammenarbeit vereinfacht und die Verwaltung der Dokumente verbessert.

Darüber hinaus wächst DMS-Software mit dem Unternehmen mit. Ganz gleich, ob Sie neue Mitarbeiter einstellen, eine neue Niederlassung eröffnen oder Ihre Prozesse weiter digitalisieren: Ein skalierbares DMS unterstützt Sie auch während dieses Wachstums.

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Die 8 wichtigsten DMS-Module

Viele DMS-Systeme sind modular aufgebaut. Das bedeutet, dass das System aus verschiedenen Komponenten besteht, von denen jede einen bestimmten Prozess der Dokumentenverwaltung unterstützt. Welche Funktionen verfügbar sind, variiert je nach Anbieter und Branche. In der Regel verfügt ein DMS-System über die folgenden Funktionen.

Je nach Anbieter werden DMS-Systeme darüber hinaus um zusätzliche Module erweitert, wie beispielsweise digitale Signaturen, Audit-Trails, mobile Anwendungen oder Anbindungen an Buchhaltungs- oder ERP-Software.

Zentrale Dokumentenspeicherung

Dokumente zentral an einem Ort speichern und ordnen

Versionsverwaltung

Änderungen nachverfolgen und stets die aktuellste Version anzeigen

Suchfunktion

Dokumente anhand von Name, Inhalt oder Merkmalen wiederfinden

Zugriffsverwaltung

Festlegen, wer Dokumente einsehen, bearbeiten und weitergeben darf

Scannen und Dokumentenerkennung (OCR)

Papierdokumente und digitale Dokumente erkennen, auslesen und klassifizieren

Workflow-Management

Dokumente zur Begutachtung und Genehmigung an die richtigen Personen weiterleiten

Archivierung und Aufbewahrungsfristen

Dokumente archivieren und gesetzliche Aufbewahrungsfristen überwachen

Metadaten und Kategorisierung

Dokumente mit Merkmalen versehen, damit sie auffindbar und ordnungsgemäß abgelegt bleiben

Die wichtigsten Vorteile von DMS-Software

Ein DMS stellt Dokumente zentral zur Verfügung und organisiert alle damit verbundenen Dokumentenprozesse. Dadurch entsteht mehr Übersicht und die Mitarbeiter arbeiten effizienter zusammen.

Durch die Automatisierung manueller Prozesse und die zentrale Bereitstellung von Dokumenten behalten Unternehmen die Kontrolle über ihren Dokumentenfluss und verringern das Risiko von Fehlern und dem Verlust wichtiger Informationen. Vor allem bleibt dadurch mehr Zeit für die eigentliche Arbeit, statt für die Suche nach Dokumenten.

Der Erfolg eines DMS steht und fällt mit der richtigen Auswahl und Implementierung. Ein System, das nicht ausreichend auf die Arbeitsweise einer Organisation abgestimmt ist, führt zu geringer Nutzerakzeptanz, unvollständigen Akten und Dokumenten, die dennoch außerhalb des Systems gespeichert werden. Daher ist es wichtig, DMS-Lösungen sorgfältig zu vergleichen und im Vorfeld klare Anforderungen und Ziele festzulegen.

Konkret sind dies die wichtigsten Vorteile eines Dokumentenmanagementsystems:

  • Alle Dokumente befinden sich an einem zentralen Ort und sind somit leicht auffindbar.
  • Die Versionsverwaltung zeigt stets an, welche Version die aktuellste oder endgültige ist.
  • Zugriffsrechte legen genau fest, wer welches Dokument einsehen und bearbeiten darf.
  • Gesetzliche Aufbewahrungsfristen werden gewährleistet und überwacht.
  • Mitarbeiter arbeiten gemeinsam mit denselben aktuellen Dateien.
  • Wiederkehrende Prozesse laufen automatisch ab, was den manuellen Aufwand und Fehler reduziert.
  • Vollständige und nachvollziehbare Akten verringern das Risiko bei einer Prüfung oder einem Audit.
  • Dank des gemeinsamen Zugriffs ist das Unternehmen weniger von einzelnen Mitarbeitern abhängig.
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Die Risiken einer übereilten Softwareauswahl

Die Einführung eines DMS ist keine geringe Investition. Wenn Sie sich zu schnell entscheiden, sind Sie jahrelang an ein System gebunden, das nicht zu Ihren Arbeitsabläufen passt. Die Folgen: eine mühsame, sich in die Länge ziehende Implementierung, Mitarbeiter, die das neue System meiden und Anpassungen, die den ursprünglichen Preis schnell verdoppeln.

Diese Fehler werden bei der DMS-Auswahl am häufigsten begangen:

  • Zu wenige DMS-Anbieter vergleichen
  • Die Entscheidung auf der Grundlage einer beeindruckenden Demo, eines bekannten Namens oder aus Zeitdruck treffen
  • Branchenspezifischen Anforderungen und Aufbewahrungspflichten zu wenig Beachtung schenken
  • Die Gesamtkosten unterschätzen (Implementierung, Migration, Schulung, Lizenzen und Wartung)
  • Mitarbeiter zu spät oder zu wenig in die Entscheidung einbeziehen

Eine wohlüberlegte Entscheidung beginnt mit einer ehrlichen Analyse dessen, was Ihr Unternehmen benötigt. Nicht nur jetzt, sondern auch in drei bis fünf Jahren.

DMS-Software vergleichen

Das Angebot an Dokumentenmanagementsystemen ist groß. Einige Lösungen wurden für bestimmte Branchen entwickelt, während andere DMS-Systeme für Unternehmen aus verschiedenen Branchen geeignet sind.

Die richtige Wahl hängt von Faktoren wie der Größe Ihres Unternehmens, der Anzahl der Nutzer, der Komplexität Ihrer Dokumentenprozesse und den gewünschten Funktionen ab. Auch Skalierbarkeit, Integrationsmöglichkeiten und Unterstützung während der Implementierung spielen eine wichtige Rolle.

Bevor Sie DMS-Software vergleichen, ist es von entscheidender Bedeutung, klar zu erfassen, welche Prozesse Sie verbessern möchten und was Ihnen für das neue System wichtig ist. Denken Sie beispielsweise an Dokumentenerkennung, Versionsverwaltung, Zugriffsrechte, Archivierung oder Anbindungen an andere Systeme.

Eine falsche Wahl führt zu zusätzlichem Verwaltungsaufwand, geringer bis gar keiner Akzeptanz seitens der Mitarbeiter und einem System, das nicht an die tägliche Praxis angepasst ist. Daher lohnt es sich, DMS-Lösungen sorgfältig miteinander zu vergleichen.

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Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie die am häufigsten gestellten Fragen zum DMS Führer und unserer Arbeitsweise

Wie lange dauert die Implementierung eines DMS?
Das hängt von der Größe des Unternehmens und der Komplexität der Prozesse ab. Eine einfache Implementierung dauert etwa einen Monat, große Projekte, bei denen umfangreiche Archive übertragen werden müssen, dauern schnell ein halbes Jahr oder länger.
Wann benötigt ein Unternehmen ein DMS?
Sobald Dokumente über verschiedene Systeme verstreut sind oder es schwierig wird, Versionen, Zugriffsrechte und Aufbewahrungsfristen übersichtlich zu verwalten. Wenn Sie sich darin wiedererkennen, bietet DMS-Software eine Lösung.
Was ist der Unterschied zwischen einem DMS und einem ECM?

DMS und ECM werden oft in einem Atemzug genannt. Dennoch gibt es große Unterschiede zwischen beiden Systemen. Ein DMS konzentriert sich auf die Speicherung, Organisation und das Auffinden von Dokumenten anhand von Versionsverwaltung, Zugriffsrechten und Aufbewahrungsfristen.

Ein ECM (Enterprise Content Management) unterstützt mehr als nur Dokumente. Denken Sie dabei an E-Mails, Formulare oder Videos. Viele ECM-Plattformen beinhalten die Dokumentenverwaltung als Bestandteil. Ein spezialisiertes DMS bietet jedoch umfangreichere Funktionen für Versionsverwaltung, Archivierung und Compliance.

Ist ein DMS für kleine Unternehmen geeignet?
Auf jeden Fall. Ob Start-up, Einzelunternehmen oder multinationaler Konzern: Jedes Unternehmen profitiert von einem DMS. Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass ein DMS nur für große Unternehmen gedacht sei oder dass es immer teuer sei. Das stimmt nicht: Heutzutage gibt es zahlreiche Lösungen, die sowohl hinsichtlich der Funktionalität als auch des Preises speziell auf kleine Unternehmen zugeschnitten sind. Einige Anbieter haben sich sogar darauf spezialisiert.
Was kostet ein DMS?

Die Kosten für ein Dokumentenmanagementsystem hängen stark von der Anzahl der Nutzer, der Branche, dem Lizenzmodell (SaaS oder On-Premise) und den gewünschten Funktionen ab. Auch die Anzahl der Dokumente und der benötigte Speicherplatz spielen eine Rolle.

Da die Kosten je nach DMS-Anbieter stark variieren, geben wir hier bewusst keinen festen Betrag an. Über unser kostenloses Auswahltool erhalten Sie eine Preisindikation, die auf Ihre spezifische Situation zugeschnitten ist, sowie eine Liste der für Sie interessanten Anbieter.

Ist Ihre Frage nicht dabei? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

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Wählen Sie Ihre Branche

Warum das bei Ihrer DMS-Auswahl wichtig ist: Bei Ihrer Auswahl ist es wichtig, Ihre Branche zu berücksichtigen. Ein System muss perfekt zu Ihren Geschäftsprozessen passen. Diese Prozesse unterscheiden sich je nach Branche. So arbeitet beispielsweise ein Großhändler anders als ein Bauunternehmen und benötigt daher andere Funktionalitäten.
Sabine Fischer
Sabine Fischer
Softwareexperte

Wofür werden Sie das DMS-System hauptsächlich nutzen?

Warum das bei Ihrer DMS-Auswahl wichtig ist: Jede DMS-Lösung hat ihre Stärken und Schwächen. Indem Sie angeben, wofür Sie das System nutzen möchten, finden Sie schneller die Anbieter, die genau in diesen Punkten herausragen.
Sabine Fischer
Sabine Fischer
Softwareexperte

Möchten Sie das DMS-System mit anderer Software integrieren?

Warum das bei Ihrer DMS-Auswahl wichtig ist: Neben dem DMS nutzen Sie zweifellos andere Software, die dazu komplementär ist. Auch kommt es häufig vor, dass sich die Funktionalitäten der verschiedenen Systeme überschneiden. Denken Sie beispielsweise an kundenbezogene Dokumente, die in einem CRM-System erstellt wurden. Natürlich möchten Sie nicht, dass diese Informationen an zwei verschiedenen Stellen gespeichert sind. Leider ist dies technisch gesehen nicht immer einfach, und einige Anbieter sind darin erfahrener als andere. Geben Sie daher an, was für Sie wichtig ist, damit dies bei der DMS-Auswahl berücksichtigt werden kann.
Sabine Fischer
Sabine Fischer
Softwareexperte

Wie viel Zeit möchten Sie für die Implementierung des DMS einplanen?

Warum das bei Ihrer DMS-Auswahl wichtig ist: Bei der DMS-Auswahl ist es wichtig zu wissen, wie viel Zeit Sie für eine Implementierung einplanen möchten. Es gibt Anbieter, die Lösungen auf „Plug-and-Play"-Basis anbieten. Es wird kaum individuelle Anpassung vorgenommen und Sie können sofort loslegen. Das ist ideal für kleinere Unternehmen, die schnell starten möchten, aber weniger geeignet, wenn Sie Komplexität benötigen. Je mehr Zeit Sie sich nehmen, desto mehr Zeit bleibt, die Organisation auf eine Migration vorzubereiten. Wenn Sie diese Informationen nicht zur Hand haben, können Sie diese Frage überspringen.
Sabine Fischer
Sabine Fischer
Softwareexperte

Muss das DMS mobil verfügbar sein?

Muss das DMS offline funktionieren können?

Hat Ihr Unternehmen mehrere Standorte?

Sind Sie international tätig?

Liegt ihr Hauptsitz in Deutschland?

Haben Sie spezifische Wünsche, die wir berücksichtigen sollen? (Optional)

Warum das bei Ihrer DMS-Auswahl wichtig ist: Durch die Beantwortung dieser Fragen können Sie noch gezielter suchen. Wenn Sie gerade keine Antwort auf diese Fragen wissen, können Sie diese auch gerne überspringen.
Sabine Fischer
Sabine Fischer
Softwareexperte

Geben Sie die Anzahl der Mitarbeiter ein

Warum das bei Ihrer DMS-Auswahl wichtig ist: Bei Ihrer Auswahl ist es wichtig zu wissen, wie viele Mitarbeiter es gibt und wie viele Personen die Software nutzen werden. In der Regel gilt: Je größer die Organisation, desto komplexer die Implementierung. Dies liegt nicht nur daran, dass alle Benutzer geschult werden müssen, sondern auch die Entscheidungsfindung unterscheidet sich oft von der kleinerer Unternehmen. Der Anbieter muss bei größeren Unternehmen besser mit längeren Entscheidungswegen und Implementierungszeiten umgehen können.
Sabine Fischer
Sabine Fischer
Softwareexperte

Geben Sie die Anzahl der Benutzer ein

Warum das bei Ihrer DMS-Auswahl wichtig ist: Bei Ihrer Auswahl ist es wichtig zu wissen, wie viele Mitarbeiter es gibt und wie viele Personen die Software nutzen werden. In der Regel gilt: Je größer die Organisation, desto komplexer die Implementierung. Dies liegt nicht nur daran, dass alle Benutzer geschult werden müssen, sondern auch die Entscheidungsfindung unterscheidet sich oft von der kleinerer Unternehmen. Der Anbieter muss bei größeren Unternehmen besser mit längeren Entscheidungswegen und Implementierungszeiten umgehen können.
Sabine Fischer
Sabine Fischer
Softwareexperte

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